Die Geschichte des SV Lichtenau Weilheim 1965

Im Jahr 1965 wurde eine Idee Wirklichkeit: Der Sportverein Lichtenau wurde gegründet. Fußballbegeisterte Jugendliche aus Lichtenau, Hahnenbühl und Weilheim schlossen sich zusammen, und Robert Koosch, der Initiator des Vorhabens, übernahm das Amt des ersten Vorsitzenden. Für das regelmäßige Training und die Spiele stellte er sogar eine seiner Wiesen zur Verfügung. Als Trainer der ersten Stunde fungierte Herr Puttner, der Lehrer der damaligen Schule in Lichtenau.

Die ersten Trikots des Vereins wurden durch Haussammlungen und Spenden der Lichtenauer Einwohner finanziert. In der Saison 1965/66 nahm der Verein erstmals am Spielbetrieb teil und belegte einen Platz im unteren Tabellenbereich – aber immerhin nicht den letzten. Von 1968 bis 1969 fanden die Spiele auf einer Wiese der Familie Briegl statt. In dieser Zeit entwickelte sich der SV Lichtenau weiter und erlebte spannende Derbys gegen die Mannschaften aus Wessobrunn, Wielenbach und Unterhausen.

Mit der Zeit setzte sich ein Wandel in der Mannschaftsstruktur durch: Immer mehr Spieler stammten aus Weilheim. Ein Umzug dorthin wurde erwogen, gestaltete sich jedoch schwierig. Nach langen Verhandlungen mit der Stadt Weilheim durfte der Verein eine ehemalige Abfalldeponie in der Töllernsenke als Sportplatz nutzen. Der neue Vorstand, Herr Grassingen, konnte über Kontakte zur Bundeswehr eine erste Holzhütte als Aufenthaltsraum und Umkleide organisieren. Ein Brunnen wurde gegraben, doch das Wasser eignete sich wegen seines unangenehmen Geruchs nur für das Schuheputzen.

Sportlich stellten sich erste Erfolge ein. Zu den Stammspielern jener Zeit zählten Wittmann, Falk, Bayer und die Brüder Rauch. 1968 wurde auch die Jugendarbeit ins Leben gerufen, angeführt von Herrn Heinrich Hart. Seine Tochter wurde zudem das erste weibliche Vereinsmitglied. Nach dem Ausscheiden der meisten Gründer aus Lichtenau wurde der Verein schließlich in „SVL Weilheim“ umbenannt.

Mit Herrn Didi Winkler, einem sportbegeisterten Lehrer und Spieler der ersten Mannschaft, gelang es, den Jugendbereich weiter auszubauen. Die B-Jugend spielte in einer starken Liga mit Gegnern wie Garmisch-Partenkirchen, Starnberg und Herrsching. Die erste Mannschaft der FA Weilheim hatte gegen diese Nachwuchstalente keine Chance.
 

Ein Vereinsheim entsteht

In den späten 1960er-Jahren wurde der „Dachsbräu“ zum Vereinslokal, und auch im „Ammerbad“ traf man sich häufig. Nach dem Tod von Robert Koosch 1969 übernahm Luggi Mayer das Amt des Vorsitzenden. Ihm folgten Sepp Faltermeier und später Ernst Sperl. Herr Sperl führte langwierige Verhandlungen mit einem Nachbarn, der den Bau eines Vereinsheims über Jahre hinweg blockierte. Schließlich konnte dieser Rechtsstreit zu Gunsten des Vereins beendet werden. Zwischen 1981 und 2001 leitete Herr Sperl den Verein erfolgreich als erster Vorsitzender.

Mit großem Einsatz der Mitglieder – insgesamt 4200 Arbeitsstunden – entstand am Töllerplatz ein schmuckes Vereinsheim. Besonders engagiert waren dabei Mitglieder wie Klaumünzer, Sperl, Dörfler, Gartmeier, Niedermeier, Kempter, Wastian und Weindl. 1998 musste das Vereinsheim jedoch aufgegeben werden, da die Töllernsenke zu einem Gewerbegebiet umgeplant wurde.

Dank der Verhandlungen von Herrn Sperl konnte ein neues Gelände gefunden werden. Mit Unterstützung der Stadt wurde ein modernes Vereinsheim samt zwei Sportplätzen errichtet. Seit 1999 ist dies die neue Heimat des Vereins, die an allen Wochentagen von den zahlreichen Mannschaften genutzt wird.
 

Trainer und sportliche Erfolge

Der erste Trainer des Vereins war Herr Puttner, ihm folgten Werner Halder, Erich Roschke und viele weitere. Unter der Leitung von Franz Baur gelang der Aufstieg in die A-Klasse. Weitere Trainer wie Dieter Fuchs, Klaus Hauke und Peter Wild prägten die sportliche Entwicklung des Vereins. Mit Herrn Wild konnte die A-Klasse gehalten werden, und 2005 errang die AH-Mannschaft den Meistertitel.


Wechsel in der Vereinsführung

Nach über 20 Jahren im Amt kandidierte Herr Sperl 2001 nicht erneut für den Vorsitz und übergab die Verantwortung an ein junges Team um Thomas Letz. Unterstützt von Ulrich Roschke und Walter Schenk blieb Herr Sperl dem Verein erhalten und widmete sich liebevoll dem Vereinsheim, das er als sein Lebenswerk betrachtet.

In der Hauptversammlung 2012 übernahm Uwe Melzer kurzzeitig den Vorsitz, trat jedoch krankheitsbedingt zurück. Seit Oktober 2013 führt erneut Thomas Letz den Verein und setzt die erfolgreiche Arbeit fort.

Der SVL Weilheim blickt auf eine bewegte Geschichte zurück, geprägt von sportlichen Erfolgen, engagierten Mitgliedern und einer starken Gemeinschaft.

Ein Aufbruch beginnt

Im Jahr 2022 begann eine neue Ära in der Geschichte des SVL Weilheim. Nach einer Phase des Umbruchs kehrte frischer Wind in den Verein ein, als viele ehemalige Spieler in die Vereinsführung zurückkehrten. Sie brachten nicht nur neue Ideen mit, sondern auch eine starke Verbindung zur Geschichte und Gemeinschaft des Vereins.

An der Spitze stand Benjamin Rabel, der viele Jahre als aktiver Fußballer beim SVL Weilheim gespielt hatte. Mit seiner Rückkehr als Funktionär übernahm er das Amt des 1. Vorstands und formte gemeinsam mit dem 2. Vorstand Ferhat Gündogdu ein harmonisches und engagiertes Führungsduo. Beide hatten nicht nur eine klare Vision für die Zukunft des Vereins, sondern auch die Tatkraft, diese umzusetzen.

Unter ihrer Leitung wurde der Grundstein für einen Neustart gelegt, der den SVL Weilheim auf eine moderne und solide Basis stellte. Gemeinsam setzten sie auf eine stärkere Einbindung ehemaliger Spieler und langjähriger Vereinsmitglieder, was nicht nur den Zusammenhalt stärkte, sondern auch die Begeisterung für den Verein neu entfachte.

Erweiterung des Vorstandsteams 2024

Im Jahr 2024 wurde das Vorstandsteam durch weitere ehemalige Spieler ergänzt, die mit ihrer Erfahrung und Leidenschaft die Vereinsführung verstärkten:

  • Benjamin Rabel – 1. Vorstand
  • Ferhat Gündogdu – 2. Vorstand
  • Attila Soos – Kassier
  • Kenan Hrustanovic – Schriftführer
  • Uwe Hienz – 1. Jugendleiter
  • Ibro Dzuzdanovic – 2. Jugendleiter
  • Uwe Melzer – Beisitzer
  • Michael Melzer – Beisitzer
  • Jakob Krenz – Beisitzer
  • Detlef Würfel – Beisitzer
  • Franz Blinia – Beisitzer
  • Wolfgang Mini – Beisitzer

Mit diesem erweiterten Vorstandsteam wurde eine stabile und zukunftsorientierte Basis für den Verein geschaffen. Die neuen Vorstandsmitglieder brachten nicht nur ihre langjährige Verbundenheit mit dem SVL Weilheim ein, sondern auch frische Ideen zur Weiterentwicklung des Vereins.

Unter dieser Führung wurde die sportliche und organisatorische Entwicklung des Vereins weiter vorangetrieben. Besonders die Förderung der Jugend, der Ausbau der Vereinsinfrastruktur und die Stärkung der Gemeinschaft standen im Fokus. Der SVL Weilheim zeigte sich mit diesem neuen Team bestens gerüstet für die Zukunft und konnte seinen erfolgreichen Weg fortsetzen.

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